KW 32: Millionenschäden im Tierheim, Karsten Woldeit war wohl doch auf einer Bärgida-Kundgebung, Mies van der Rohe Haus soll Anbau erhalten

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Liebe Leser, den Katzen und Hunden regnet es in die Käfige. Das Lichtenberger Tierheim kämpft mit einem undichten Dach und möchte nun finanzielle Unterstützung vom Senat erhalten. Ob der private Tierschutzverin allerdings mit öffentlichen Geldern rechnen kann, ist fraglich. Immerhin ist der Haushalt der Bundeshauptstadt nicht für seine Überschüsse bekannt. Doch was mit den derzeit 10.000 Tieren geschehen soll, die in dem Heim eine letzte Zuflucht gefunden haben, wenn das Gebäude langsam zerfällt, steht ebenfalls in den Sternen. Bis der Senat sich erbarmt, ist das Tierheim auf Spenden angewiesen. Viel Spaß beim Lesen!

\ LICHTENBERG AKTUELL /

Regensommer: Millionenschäden im Tierheim. Die Dachkonstruktion hat den Wassermassen der letzen Wochen nicht standgehalten, Schäden in Millionenhöhe werden erwartet. Der Tierschutzverein, der das Heim betreib, fordert nun Hilfe vom Senat. Die Vorsitzendes des Vereins, Ines Krüger appellierte am Freitag an den Senat, „für sein ‚Vorzeige-Tierheim‘ Verantwortung zu übernehmen und uns unbürokratisch und schnell mit Mitteln aus Nothilfe-Fonds zu unterstützen.“  Bislang finanziert sich das Heim ausschließlich aus Spenden, Nachlässen und Mitgliedsbeiträgen. morgenpost.de

War Karsten Woldeit doch auf einer „Bärgida“-Demo? Die Behauptung ist nun jedenfalls nicht mehr strafbar. Das landgericht Berlin urteilte nun, dass Der AfD-Politiker an der Kundgebung am Pfingstmontag teilgenommen hat. Außerdem sei die politische Nähe der Partei zur Bewegung „allgemein bekannt“.  Kevin Hönicke, Vorsitzender der SPD Lichtenberg und dort Direktkandidat für die Bundestagswahlen, sagte zum Urteil: „Ich bin froh, dass die tatsächlichen Fakten vom Gericht bestätigt wurden. Ich hatte geschrieben, dass Woldeit bei Bärgida war. Das Gericht geht sogar ein Schritt weiter und spricht von einer Teilnahme bei Bärgida. Der Einschüchterungsversuch von Karsten Woldeit, mich als Lügner zu brandmarken, ist fehlgeschlagen.“ Woldeit hatte zuvor eine einstweilige Verfügung gegen Hönicke erwirkt. tagesspiegel.de

Betrüger nimmt Paul Günter E. alles. Der Rentner will einem Mann helfen, den er für einen Geflüchteten hält, mietet eine Wohnung für ihn und gibt ihm Arbeit. Doch der vermeintlich HIlfesuchende stiehlt dem Senior aus Lichtenberg Wertsachen und räumt sein Konto leer. Eine unschöne Geschichte. bz-berlin.de
#notfair findet SPD-Mann Kevin Hönicke, dass die Linke schon am Samstag damit begonnen hat, ihre Wahlplakate aufzuhängen. Dabei war das doch erst ab Sonntag erlaubt! In anderen Bezirken waren es dafür SPD-Kandidaten, die sich nicht an die Regeln hielten. twitter.com
Lichtenberger Inklusionspreis. Der Preis wird in diesem Jahr zum dritten Mal und unter dem Motto „Arbeit und Behinderung“ vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert. Vorschläge können bis zum 6. Oktober 2017 eingereicht werden. berlin.de

Zunächst betrunken, dann erfasst. In der Nacht zu Sonntag, liefe ein betrunkener 43-Jähriger auf die Fahrbahn des Weißenseeer Weges und wurde von einem Mercedes erfasst. Der Verletzte kam mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus. berlin.de/polizei

Schwächeanfall am Steuer.  Am Freitagmittag versagten einer 77-jährigen Autofahrerin beim Einbiegen aus der Treskowallee in die Dönhoffstraße offensichtlich die Kräfte. Ihr Mercedes krachte auf der Treskowallee durch ein Fußgängerschutzgitter und erfasste drei Fußgängerinnen, bevor er an einem Baum zum Stehen kam. Eine 81-Jährige musste stationär in einer Klinik aufgenommen werden, eine 44-Jährige wurde ambulant behandelt und die Dritte, eine 41-Jährige erlitt nur Schürfwunden. Die Fahrerin selbst stand unter Schock. berlin.de/polizei

\ ZAHL DER WOCHE /

Sechs Dinge will Jürgen Klöckner von der Huffington Post über Deutschland gelernt haben, als er eine Woche in Hohenschönhausen zugebracht hat. Hinter der Clickbait-Überschrift verbergen sich so tiefe Weisheiten wie die sechste Erkenntnis: „Ohne die vielen engagierten Bürger würde unsere Zivilgesellschaft zusammenbrechen.“ huffingtonpost.de

\ STADTLEBEN /

Mies van der Rohe Haus soll Anbau erhalten. Das letzte von van der Rohe in Deutschland realisierte Wohnhaus wird nach einer bewegten Geschichte heute als Museum und Galerie verwendet. Die Betreiber wünschen sich nun für das kommende Bauhausjahr 2019 ein Besucherzentrum, um seinem „Bildungsauftrag gerecht zu werden“, wie es Leiterin Wita Noack formuliert. „Zwischen 1000 und 1500 Besucher“ hat die kleine Einrichtung pro Monat, wenn eine ganze Reisegruppe kommt, „wird es eng im Haus“. Bezurksbürgermeister Grunst hält die Pläne für sinnvoll, allerdings müssten die baupläne gegebenenfalls angepasst werden, die veranschlagten zwei Millionen Euro seien vielleicht ein bisschen hoch. morgenpost.de

Tierpark-News I: Schneeleopard braucht Namen. Am 13. Juni kam ein Kätzchen mit himmelblauen Augen und schneeweißem Fell mit schwarzen Punkten auf die Welt. Flecki, Putzi, Schmusi, Mausi? Alles nichts. Wie soll der in Unfreiheit geborene Schneeleopard heißen? Es ist übrigens ein Kater. Vorschläge können bis Freitag, den 11. August auf der Facebookseite des Tierparks abgegeben werden. Voraussetzung: Der Name soll einen Bezug zum zentralasiatischen Lebensraum haben. Eine Jury aus Tierpark-Mitarbeitern wird dann einen Favoriten auswählen. facebook.com/tierparkberlin

Tierpark-News II: Somali-Wildesel-Sippe wächst. Die in natürlicher Umgebung bedrohte Art, gedeiht in Berliner Gefangenschaft besonders gut.  Innerhalb einer Woche wurden im Tierpark vier kleine Wildesel von vier Müttern  geboren. Wildesel-Vater Stan kann sich glücklich schätzen. „Wir sind froh und glücklich über diesen Zuchterfolg“, freut sich Zoo- und Tierparksprecherin Philine Hachmeister. Der Somali-Wildesel ist die letzte überlebende Unterart des Afrikanischen Wildesels, von dem es weltweit noch etwa 600 Tiere gibt, die in Eritrea und Äthiopien leben. bz-berlin.de

Ausstellunseröffnung: Phantastische Spiegelungen. Unter der künstlerischen Leitung von Sven Hindemith beschäftigten sich die Mitglieder des Fotoclubs „Anton“ des Betreuten Einzelwohnens des Rehabilitationszentrums Berlin Ost des in diesem Jahr mit dem Thema Spiegelungen. Vernissage am Freitag, 11. August, 16 Uhr in der Anton-Saefkow-Bibliothek. stz-lichtenbergnord.de
Riverboatshuffle mit der Vierer Jatz Bande. Swing und gute laufe auf der MS Olympia. Samstag, 12. August, 17 bis 21 Uhr am Rathausplatz Zeuthen. jazztreff.com
Techno: Retromania. Zwölf DJs auf drei Floors hauen euch Retro-Beats um die Ohren. Viel Saß! Samstag, 12. August, 23:55 Uhr im Kosmonaut. facebook.com/events

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Charlottenburger, steigt in die U5!
Appell des Kolumnisten Jens Mühling, der findet, dass es in Friedrichsfelde viel mehr zu sehen gibt, als den Tierpark.
tagesspiegel.de

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