KW 29: Keine Redequote mehr in der Lichtenberger BVV, Auto wird von Tram mitgeschleift und eingeklemmt, Eisbären vergrößern Trainerteam

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Liebe Leser, auch die Initiatoren der Redequote sahen am Ende ein, dass die forcierte Abwechslung von männlichen und weiblichen Mitgliedern bei Debatten der Bezirksverordnetenversammlung den Debattenfluss einschränkt. Nach nur zwei Sitzungen, die unter Einhaltung der Quote stattgefunden haben, wurde die Testphase nun beendet. In Zukunft spricht wieder, wer etwas zum Thema beizutragen hat, egal, ob weiblich oder männlich. Dass sich Frauen seltener zu Wort melden als Männer, sei ohnehin nicht nachgewiesen, wie die Senatsverwaltung mitteilte.  Viel Spaß beim Lesen!

\ LICHTENBERG AKTUELL /

Experiment „Redequote“ beendet. Zweimal wurde in einem Testlauf die Redequote im Bezirksparlament angewandt. Immer abwechselnd sollte ein Mann und eine Frau zu Wort kommen. Wenn sich keine Frau zu Wort meldete, konnten auch zwei Männer nacheinander Redebeiträge leisten. Der Testlauf wurde beendet. Die Senatsverwaltung für Inneres äußerte Bedenken und sprach von einer „Einschränkung des Rederechts“. Durch die Quote werde das flexible und spontane Agieren der Bezirksverordneten eingeschränkt und das Instrument von Rede und Gegenrede beschränkt. So könne keine lebendige Sitzung entstehen. Im Gegenteil sei zu befürchten, dass sich Abläufe verkomplizieren würden. Dass sich Politikerinnen prinzipiell weniger als ihre männlichen Kollegen an Plenardebatten beteiligen würden, sei eine „nicht empirisch nachgewiesene Vermutung“. tagesspiegel.de

BVV: Letzte Sitzung vor der Sommerpause dauerte bis nach 22 Uhr. Im „Sitzungsmarathon“ musste ein großer Stapel Papier abgearbeitet werden, bevor die Fraktionsmitglieder in die Ferien gehen konnten. Unter anderem wurde über einen Reisebusverkehr zur Gedenkstätte Hohenschönhausen abgestimmt: Das Bezirksamt wird aufgefordert, ein verbessertes Verkehrskonzept zu entwickeln. Weitere Themen waren unter anderem Parkmarkierungen Wönnichstraße (sollen erneuert werden) und Tempo 30 auf B1/B5 (wurde abgelehnt), Videoüberwachung (wurde heftig debattiert und an Ausschüsse überwiesen). Ohne Aussprache durchgewinkt wurde etwa der Antrage auf vermehrten Einsatz von elektrisch betriebenen bezirkseigner Fahrzeuge. lichtenbergmarzahnplus.de

In Fennpfuhl zu Besuch. Im Rahmen seiner Kolumne „Mühlung kommt rum“, verschlägt es den Autor Jens Mühling nach Fennpfuhl, „wo die Häuser höher wachsen“. tagesspiegel.de
Entwurf für Lichtenberger Haushaltsplan 2018/19 liegt vor. Der Bezirk soll kinderfreundlicher, die Schulen ausgebaut werden. Unter anderem sollen 300.000 Euro in digitale Tafeln investiert werden. Mehr Mitarbeiter in den öffentlichen Stellen sollen für besseren Service sorgen. lichtenbergmarzahnplus.de (Haushaltsplan), lichtenbergmarzahnplus.de (Digitale Tafeln)

Unfall: Auto und Tram kollidieren. Am Freitagabend kam es in der Landsberger Allee zum Zusammenstoß, als ein Ford-Fahrer in die Zechliner Straße abbiegen wollte. Das Auto wurde über die Mittelinsel der Zechliner Straße bis an eine Ampel geschoben, wo es dann zwischen der Tram und der Ampel eingekeilt wurde. Die 43 Jahre alte Beifahrerin des Fords wurde im Wagen eingeklemmt und musste von Feuerwehrleuten aus dem Fahrzeugfond geschnitten werden. Sie erlitt schwere Verletzungen und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Während zwei Fahrgäste, eine 40-jährige Frau und ein zehn Jahre jüngerer Mann, mit leichten Verletzungen am Ort behandelt wurden, mussten der Ford-Fahrer sowie der 48-jährige Straßenbahnfahrer zu ambulanten Behandlungen in eine Klinik gebracht werden. berlin.de/polizei

Verhinderte Diebe gefasst. Die beiden Männer im Alter von 20 und 24 Jahren wurden von Anwohnern dabei beobachtet, wie sie Montagnacht vergangener Woche versuchten in der Fischerstraße einen Transporter aufzubrechen. Die alarmierte Polizei stellte die beiden, nachdem unverrichteter Dinge in Richtung Lückstraße flüchteten. berlin.de/polizei

\ SPORT /

Eisbären Berlin starten mit größerem Trainerteam in die neue Saison. Chefcoach Uwe Krupp bekommt nicht nur Unterstützung vom neuen Co-Trainer Clément Jodoin, sondern auch vom neuen Co-Trainer Steffen Ziesche, Fitnesscoach Jake Jensen und dem neuen Torwarttrainer Sebastian Elwing. eishockey.net

\ ZAHL DER WOCHE /

259 neue Wohnungen an drei Standorten in den Berliner Bezirken Treptow-Köpenick und Lichtenberg hat das kommunale Wohnungsunternehmen Stadt und Land schlüsselfertig erworben. Die Wohnungen sollen zu 6,50 Pro Quadratmeter zur Miete angeboten werden. immobilien-zeitung.de

\ STADTLEBEN /

Erstes Familienbüro in Lichtenberg eröffnet. Die neue Einrichtung des Bezirksamtes befindet sich in der Große-Leege-Straße 103. Hier sollen Familien in Zukunft eine zentrale Anlaufstelle haben. Geholfen wird ihnen bei Fragen und Problemen aller Art. Hier arbeiten zwei Mitarbeiterinnen des Jugendamts und zwei Sozialpädagoginnen, die Interessierten über die vielfältigen Angebote im Bezirk Auskunft geben. Das reicht von Babymassagen über Kiezfeste bis hin zur Erziehungsberatung. Auch zu Leistungen für Familien – vom Unterhaltsvorschuss über das Elterngeld bis zum Kita-Gutschein – könne die Damen Auskunft geben. berlin.de

Gastro-Kritik: Essen im Vienna House Andel’s Berlin. Susanne Kippenberger hat sich im zwölften Stock des Hotelturm bewirten lassen. Ihr Fazit: „‚Küche mit Bums‘ nennt der Sternekoch (Alexander Koppe) das, was er serviert und was ohne Mühen mit den hinreißenden Ausblicken konkurriert. Die Speisekarte lebt vom Understatement: Schmorsalat, Radieschen und Avocado – Blumenkohl mit Nussbutter, Gartenkresse, Bio-Ei. Das vegetarische Menü ist besonders aufregend und aromastark. Ob man wohl satt wird, fragt man sich beim Anblick des ersten Gangs leicht besorgt. Am Ende schafft man nicht mal mehr das Popcorn, das als Betthupferl auf dem Kopfkissen wartet.“ tagesspiegel.de

10. Mural ist fertig. Murals sind Grafitti-Kunstwerke, die ganze Hauswände bedecken. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Howoge hat in der Vergangenheit schon einige Murals in Auftrag gegeben. Das neuste Werk kann an der Giebelfassade des zehngeschossigen Plattenbaus an der Erich-Kurz-Straße 9-11 betrachtet werden. „Tropfen und Ringe“ des international bekannten Streetart-Künstlers 1010 wurde am Freitag mit einem Fassaden-Kunst-Fest auf dem Heinrich-Dathe-Platz eingeweiht. lichtenbergmarzahnplus.de

Techno: Intergalactic Groove! Zwei Indoorfloors und ein Kino mit trashigen Filmen passend zum Thema. Freitag, 21. Juli, 23 Uhr im Kosmonaut. facebook.com/events
Open Air: Zwei Jahre Void Berlin. Fünf Live-Acts und Special Guest. Samstag, 22. Juli, ab 16 Uhr im Void. facebook.com/events

Wir wünschen Ihnen eine ruhige Woche mit vereinzelten Spannungsentladungen und Happy End! Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf lichtenberg-journal.de erledigen.

 

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