KW 20: Barnim-Schule wird ausgezeichnet, Tempohomes teurer als erwartet, Techno am Wochenende

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Liebe Leser, das Integrations-Projekt der Barnim-Schule wird mit 50.000 Euro gefördert und auch für die Tempohomes gibt es mehr Geld. Die Mutter des vor einem Jahr tot aufgefundenen Säuglings wird weiterhin gesucht, bisher haben knapp 1.000 Frauen freiwillig ihre Speichelprobe abgegeben – die Mutter war nicht dabei. Es stellt sich freilich die Frage, ob die Chance groß war, dass sie sich einem solchen Test freiwillig unterziehen wird? Außerdem: Ein neuer Film mit VR-Technik ermöglicht es jedem, in die Rolle eines Stasi-Häftlings zu schlüpfen. Viel Spaß beim Lesen!

\ LICHTENBERG AKTUELL /

Barnim-Schule erhält den Schulpreis der Cranach-Stiftung. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis geht an das Lichtenberger Gymnasium in der Wartiner Straße, um das hiesige Projekt zur Integration von Willkommensklassen zu fördern. In acht solcher Klassen lernen fast 100 geflüchtete Kinder mit einheimischen Schülern zusammen. Die Mädchen und Jungen kommen vor allem aus Syrien, Irak, Iran und Afghanistan. An dem Standort lernen insgesamt rund 200 Willkommensschüler.
tagesspiegel.de

Kommen die Milieuschutz-Maßnahmen im Kaskelkiez zu spät? Der Auffassung ist Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke), der sagt: „Inzwischen hat dort ein Bevölkerungsaustausch stattgefunden.“ Die Fraktion seiner Partei in der Bezirksverordnetenversammlung vertrat in einer Presseerklärung Mitte April den Standpunkt, dass jetzt der benachbarte Weitlingkiez und das Gebiet Frankfurter Allee Nord vorsorglich unter Milieuschutz zu stellen wären, um Entwicklungen zu verhindern, die im Kaskelkiez bereits gelaufen seien. Gelassener sieht das die Stadträtin für Stadtentwicklung, Birgit Monteiro (SPD): „Das Gutachten weist nach, dass sich das Milieu im Kaskelkiez derzeitig wandelt und ohne unser Eingreifen weitere Verdrängungen zu erwarten wären.“
lichtenbergmarzahnplus.de

Tempohomes teurer als erwartet. In Berlin sollten 30 Containerdörfer für Geflüchtete errichtet werden, dafür waren 78 Millionen Euro bewilligt. Doch das Geld reichte nicht. Nun genehmigte der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses einen satten Nachschlag von 32,1 Millionen Euro. Dafür werden allerdings nur 23 Containerquartiere errichtet. In Lichtenberg sind zwei solcher Anlagen geplant. Das Tempohome an der Wollenberger Straße ist bereits bezogen, die Bauarbeiten für ein weiteres in der Hohenschönhauser Straße sollen noch in diesem Monat beginnen.
morgenpost.de

Plädoyer für eine bessere Müllwirtschaft. Berlin hat viele Müll-Brennpunkte. Unter anderem im Fennpfuhl stapelt sich oftmals wie selbstverständlich der illegale Müll. tagesspiegel.de
Bayern oder Pfalz? Hauptsache Karlshorst. Im Rheinischen Viertel in Karlshorst ist eine Straße nach der Kleinstadt Sinzig in Rheinland-Pfalz benannt. Bei einem Straßenschild hat sich ein zusätzliches „n“ eingeschlichen. Der Austausch kann etwas dauern. Solange erinnert das Schild an den beschaulichen Ort Sinzing in Bayern. Bayern oder Pfalz? Hauptsache Karlshorst. bz-berlin.de
Gedenken an Widerstand und Protest in der DDR. Eine Stele vor der Erlöserkirche erinnert zukünftig an den historischen Ort des Widerstandes gegen die SED-Herrschaft. Einweihung ist am Mittwoch, 17. Mai, um 11 Uhr in der Nöldnerstraße 43. berlin.de
Seniorenvertretung will sich für Demenzkranke im Bezirk einsetzen. In Charlottenburg und Pankow gibt es sie bereits: Schutzräume für an Demenz erkrankte Menschen. Die neu konstituierte Seniorenvertretung Lichtenberg möchte diese Idee für unseren Bezirk diskutieren. berliner-woche.de
8. Mai 1945 in Karlshorst: Die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht. Am vergangenen Montag jährte sich die Unterzeichnung des Dokuments zum 72. Mal. Im Tagesspiegel können Sie die kurze Erklärung nachlesen: tagesspiegel.de

Mutter des toten Säuglings noch nicht gefunden. Trotz umfangreicher DNA-Speicheltests konnte die Mutter des am 8. März 2016 tot aufgefundenen Mädchens nicht identifiziert werden. Der Speicheltest war anberaumt worden, nachdem ermittelt wurde, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine Osteuropäerin handelt. Laut Polizeiangaben gaben bis zum 9. Mai 923 der 1641 vorgeladenen Frauen freiwillig eine Speichelprobe ab. 75 Prozent dieser Proben seien inzwischen analysiert worden. Weiterhin würden aber Frauen erscheinen, um eine Probe abzugeben.
bz-berlin.de

Flasche auf den Kopf:  3 Jahre, 7 Monaten Gefängnis.  Der 36-jährige Andreas K. Muss für mehrere Jahre ins Gefängnis. Er hatte einem Barkeeper in Hohenschönhausen eine Bierflasche auf den Kopf geschlagen und wollte die Tageseinnahmen rauben. Er bekam die Kasse jedoch nicht auf und wurde von Gästen festgehalten, bis die Polizei eintraf. Der mehrfach vorbestrafte Mann hatte zur Tatzeit 1, 7 Promille Alkohol im Blut und war rasend eifersüchtig: Seine Geliebte hatte das Bild eines anderen Mannes gepostet. Noch am Tatabend entschuldigte er sich bei seinem Opfer.  Doch der Täter hatte bereits 20 Einträge im Bundeszentralregister der Justiz  und war auf Bewährung, daher die hohe Strafe.
bz-berlin.de

CDU will in Hohenschönhausen ein verbessertes Wegeleitsystem. Die CDU-Fraktion der BVV in Lichtenberg fordert, dass das Wegeleitsystem am S-Bahnhof Hohenschönhausen umgestaltet und durch ein Hinweisschild zur Polizeiwache in der Pablo-Picasso-Straße 2 ergänzt wird. Das vorhandene Wegeleitsystem an beiden Ausgängen der Bahnstation weise zwar auf das nahe Bürgeramt und touristische Ziele hin, ein Hinweis auf die Wache des Polizeiabschnitts 61 fehlt bisher, so der CDU-Fraktionschef Gregor Hoffmann.
morgenpost.de

\ SPORT /

Zurück von der Basketball-Schul-Weltmeisterschaft. Die 21 jungen Sportler des Schul- und Leistungssportzentrums Hohenschönhausen wurden am Mittwoch, den 10. Mai von Bürgermeister Michael Grunst empfangen. Sie vertraten Deutschland und machten eine gute Figur: Die Mädchenmannschaft erreichte Platz fünf, die Jungen Platz vier. Bei den Mädchen entschieden zuletzt Sekunden über Sieg und Niederlage: 3 Sekunden vor Abpfiff des letzten Spieles punktete die israelische Mannschaft und verwies die Berliner auf den fünften Platz.
berliner-woche.deslzb.de

Grundsanierung der Sporthalle Ehrenfelsstraße. Noch bis Ende 2017 wird die Ein-Feld-Sporthalle an der Richard-Wagner-Grundschule in der Ehrenfelsstraße 36 von Grund auf instand gesetzt.
berlin.de

Maximilian Kröber ist Nachwuchssportler des Monats Mai. Der 17-Jährige Tischtennisspieler Maximilian Kröber aus Lichtenberg ist von den Leserinnen und Lesern der Seite „berlin-sport.de“ zum „Nachwuchssportler des Monats Mai“ gekürt worden.
berlin-sport.deberlin.de

\ STADTLEBEN /

Gemeinsam Gärtnern.  In Zusammenarbeit mit der Spastikerhilfe Berlin und der Stiftung SozDia sind im Interkulturellen Garten in der Liebenwalder Straße 12-16 im vergangenen Jahr drei barrierefreie Hochbeete im hinteren Teil des Gartens entstanden. „Es ist ein Gemeinschaftsgarten, und er soll einfach der Erholung dienen. Dabei kann jeder mitmachen. Das Projekt ist auch für nicht behinderte Menschen gedacht“, sagt Kathrin Krug, Leiterin des Bürgertreffs der Spastikerhilfe aus der Schöneicher Straße 10A. Die Hochbeete ermöglichen ein bequemeres Arbeiten ohne Bücken. Karolina Wrobel war vor Ort und hat sich mit zwei Hobbygärtnern unterhalte, die das Angebot dankend annehmen.
berliner-woche.desozdia.de

Einmal Stasi-Häftling sein. Im Kurzfilm der Berliner Produktionsfirma IntoVR wird es möglich. Gemeinsam mit der Gedenkstätte Hohenschönhausen hat sie einen Film für VR-Brillen gedreht. Setzt sich der Zuschauer eine solche Brille auf, spielt er selbst die Hauptrolle. Die Vernehmung eines Reisenden basiert auf den Vernehmungsprotokollen des ehemaligen Häftlings Jürgen Fuchs sowie viele Gespräche mit anderen Zeitzeugen und Archiv-Recherchen. Fuchs war 1976 bis 1977 für 281 Tage in Stasihaft und hat seine Erlebnisse später literarisch verarbeitet.
intovr.demorgenpost.dewelt.de

 Artist-Talk & Open Studio. Am Donnerstag, den 18. Mai, haben Besucher die Möglichkeit, mit Künstlern im Exil zu sprechen und ihre Werke im Entstehen zu betrachten. Die BLO-Ateliers öffnen im Rahmen des „Hier und Jetzt“-Projektes ihre Türen. Dabei handelt es sich um ein vom Bezirk gefördertes Residenzprojekt, das Künstlern im Exil die Möglichkeit gibt, hier zu arbeiten und sich auszutauschen. Zum Gespräch werden am Donnerstag die Künstler Halim Karabibene aus Tunesien, Abduk Razzak Shaballout aus Syrien und Lara Zeyad aus Palestina erwartet. Der Künstler und Schriftsteller Wasim Ghrioui aus Syrien öffnet seinen Arbeitsraum für die Besucher.
facebook.com/eventsberliner-woche.de

Film und Musik: Ambiq + Ricardo Villalobos. Bevor die Grenzgänger von Ambiq und der Musiker Ricardo Villalobos das Funkhaus mit Musik erfüllen wird der Techno-Film „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ gezeigt, der erst am Mittwoch, den 11. Mai, Premiere feierte. Donnerstag, 18. Mai, ab 18 Uhr im Funkhaus. funkhaus.tickettouster.de
Film, Gespräch, Konzert: Musika – Sounds of Lichtenberg (2015, 52 min). Der Film ist „eine audiovisuelle Topografie der Lichtenberger Malerin Ruth Biller. Für das Musik-Film-Projekt interpretierten Musiker sechs Lichtenberger Orte, die aus mehreren Kameraperspektiven gefilmt wurden.“ Nach der Vorführung spricht Kuratorin Nele Saß mit der Regisseurin, bevor Kerstin Kaernbach und Stephan Gatti ein Konzert geben. Freitag, 19. Mai, 19:30 Uhr im Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13. kulturring.org
Techno: Noise is the Message. Vier Live-Acts bumsen der Partymeute kräftig ein. Samstag, 20. Mai, 23 Uhr im Void. void-club.de
Familienfest: Viva Victoria! Zum 18. Mal wartet das alljährliche Fest auf dem Areal zwischen Spitta-/ Ecke Türschmidtstraße bis Tuchollaplatz groß auf – mit Straßenmusik, buntem Angeboten für Groß und Klein und traditionellem Entenrennen. Samstag, 20. Mai, ab 13 Uhr. berlinonline.de

Wir wünschen Ihnen ein spannendes oder entspanntes Wochenende, je nach dem, wie Sie es gerade brauchen! Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf lichtenberg-journal.de erledigen.

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