KW 02: Stasi-Zentrale wird Campus für Demokratie, Brudermord-Verdächtiger in Psychiatrie, Riesenaquarium soll in Rummelsburg gebaut werden

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Liebe Leser, wir hoffen sie hatten ein erlebnisreiches und gemütliches Wochenende. In den vergangenen sieben Tagen wurde enthüllt, dass bis spätestens 2019 an der Rummelsburger Bucht ein gigantisches Aquarium entstehen soll. Zudem haben 20 Flüchtlinge dem Bezirk für das freundliche Willkommen bedankt und ab diesem Monat gibt es ein Treffpunkt für die Queerszene in Lichtenberg. Viel Spaß beim Lesen!

\ LICHTENBERG AKTUELL /

Stasi-Zentrale wird Campus für Demokratie: Der Bau des geplanten Campus auf dem früheren Gelände des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin schreitet voran. Zurzeit werde das einstige Kasino für Stasi-Offiziere saniert, heißt es von Seiten des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn. Der Bund habe das Haus 22 auf dem riesigen Areal in Berlin-Lichtenberg zurückgekauft. Eingerichtet werden soll in dem Gebäude ein Informationszentrum mit Bibliothek zur SED-Diktatur, Veranstaltungsräumen und einem Lesecafé, um so einen Lernort für die Demokratie zu entwickeln. Aufgebrachte Bürger hatten vor 26 Jahren das verhasste Ministerium erstürmt und einen Großteil der Akten vor der Vernichtung gerettet.
tagesspiegel.de

Brudermord-Verdächtiger in Psychiatrie: Nach dem Sonntag vor einer Woche ein erdrosselter 34-Jähriger in einer Mülltonne gefunden wurde, gibt es Hinweise, dass der tatverdächtige Bruder nur stark vermindert oder gar nicht schuldfähig ist. Anhaltspunkte für eine mögliche psychische Störung seien vorhanden, erklärte Martin Steltner, der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nach Angaben der Polizei soll der 26-Jährige gegen 1.30 Uhr gegenüber einem Zeugen vage Angaben zur Tötung seines Bruders gemacht haben und Suizidabsichten geäußert haben. Dann sagte er den alarmierten Beamten, wo die Leiche sein könnte. Der 34-Jährige ist laut Polizei das erste Opfer eines Tötungsdelikts im neuen Jahr in Berlin.
tagesspiegel.de

Riesenaquarium soll in Rummelsburg gebaut werden: Bis spätestens 2019 soll an der Rummelsburger Bucht auf einer Fläche von rund 16.000 Quadratmetern ein „Wasser-Park“ gebaut werden. Ein vielversprechender Name existiert bereits: Coral World. Ziel ist es eine Ausstellung zu errichten, die den Besuchern die Bedeutung des Ökosystems Wassers bewusst macht. Tiere sollen in ihrer natürlichen Umgebung gezeigt werden. Um sie hautnah erleben zu können, werden Tauchgänge angeboten. Auch Kongresse und Forschungsprojekte sollen in der Coral World statt finden. Das Projekt wird finanziert vom israelische Meeresbiologe und Milliardärs-Sohn Benjamin Kahn, der 40 Millionen Euro in das Aquarium investieren möchte.
tagesspiegel.de

Amt für Soziales: Behörde vom 11. bis 15. Januar 2016 für Publikumsverkehr geschlossen berlin.de
Weihnachtsbäume: Die BSR holt vom 9. bis 22. Januar die Bäume ab bsr.de
Bezirksamtes Lichtenberg: Das Amt sucht nach neuem Personal berlin.de

Kleines Dankeschön für das herzliche Willkommen: In Zusammenarbeit mit der Berliner Stadtreinigung haben mehr als 20 Bewohner der Flüchtlings-Notunterkunft in der Turnhalle an der Treskowallee 8 ein Zeichen für ein nachbarschaftliches Miteinander gesetzt. An Neujahr haben die Flüchtlinge mit Hilfe von Müllgreifern, Besen und Müllsäcken die Straßen in der Nachbarschaft gereinigt. Die Helfer aus Syrien, Palästina und Irak verteilten auch Handzettel an die Nachbarn, auf denen sie „ein friedliches Jahr 2016 für Syrien, Palästina, Irak, Afghanistan und für die ganze Welt“ wünschten.
berliner-woche.de

Besucheranzahl gestiegen:Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zählte im Jahr 2015 knapp 444 000 Besucher. Das sind 8000 Menschen mehr als im Vorjahr. die sich über die ehemalige Untersuchungsanstalt des DDR-Staatssicherheitsdienstes in der Genslerstraße 66 informierten. Seit Gründung der Gedenkstätte, die sich in der Genslerstraße 66 befindet sind die Besucherzahlen stetig gestiegen. Anfang Dezember 2015 konnte der viermillionste Besucher begrüßt werden. Die größte Gruppe der Besucher sind Schüler. Von ihnen kamen die meisten aus Nordrhein-Westfahlen, Bayern und Baden-Württemberg. Die meisten internationalen Besucher kamen im vergangenen Jahr aus Norwegen, Dänemark und Großbritannien.
berliner-woche.de

Bus rammt Kind: Am Mittwochmorgen rutschte eine 14-Jährige auf ihrem Weg zur Schule an der Falkenberger Chaussee Ecke Zingster Straße in Höhe einer Fußgängerfurt bei Rot auf die Fahrbahn.
Ein Bus der Linie X 54 fuhr zu diesem Zeitpunkt in den Haltestellenbereich ein. Die Mädchen stieß mit dem Kopf gegen den Bus und fiel zu Boden. Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr brachten die Verletzte in ein Krankenhaus. Bei dem Bus sprang durch den Aufprall die Frontscheibe. Der 52 Jahre alte Fahrer und die Fahrgäste blieben unverletzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache übernahmen die Beamten des Verkehrsdienstes der Polizei.
morgenpost.de

Polizei-Ticker: Dienstag Nacht stiegen Unbekannte gegen 3.20 Uhr durch ein offenstehendes Fenster einer Hochparterrewohnung in der Emma-Iher-Straße und stahlen dort einen Laptop und ein Handy. Die aufgeschreckten Wohnungsmieter alarmierten die Polizei. In der Nähe stellten schließlich die Beamten einen 42-jährigen Tatverdächtigen. Ein mutmaßlicher Komplize entkam. Die Beute wurde Sichergestellt. Schwerste Verletzungen erlitt am Freitagmittag ein Mann als er an einer Tramhaltestelle in der Rhinstraße die Gleise überqueren wollte und dabei von einer Tram erfasst und überrollt wurde. Die Feuerwehr musste die Tram anheben um den Mann zu befreien.
berlin.de (Einbruch); berliner-kurier.de

\ SPORT /

Tanzkompanie sucht Nachwuchs: Der Verein „Flatback and cry“ lehrt Modernen Tanz in unterschiedlich Gruppen für Kinder und junge Erwachsene ein mal wöchentlich in der Gymnastikhalle der Max-Taut-Schule. Freie Plätze gibt im Kurs „Kids Company 1“ für Kinder des Jahrgangs 2002 bis 2004. 14- bis 18-Jährige lernen moderne Moves im Kurs „Junior Company“. Wer älter als 18 Jahre alt ist, für den bietet „Company 2“ das richtige Angebot zum Tanzen lernen. Alle Kurse geben den Teilnehmern auch eine Möglichkeit, erste Auftrittserfahrungen zu sammeln. Bei der großen Jahresproduktion „Artefakte reloaded“ werden die Jugend- und Erwachsenenklassen des Vereins ihre Stücke im Juli 2016 präsentieren.
berliner-woche.de, flatback-and-cry.de

\ STADTLEBEN /

Erster öffentlichen Treffpunkt für die Queer-Szene im Kiez: Das Café Queer Maggie in der Frankfurter Allee 201-205 öffnet ab jetzt jeden ersten Donnerstag im Monat seine Türen für die LSBTIQ-Szene, also die Lesbisch-, Schwule-, Bi-, Trans-, Inter- und Queer-Szene. Bei diesen Treffen ist Offenheit und Ungezwungenheit angesagt, die jungen Menschen sollen aufatmen können. Schwulenfeindliche Sprüche beim Fußball gucken gibt es hier nicht. Daneben finden die jungen Heranwachsenden bei den Sozialarbeitern auch Ansprechpartner, wenn sie Probleme im Alltag haben.
berliner-woche.de

Kinder kreativ im Garten: Unter dem Motto „Gärtnern ist Bildung“ veranstalteten der Arbeitskreis Umwelt und Bildung, das Bezirksamt Lichtenberg sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten den 2. Lichtenberger Wettbewerb „Kreativ Gärtnern mit Kindern und Jugendlichen“. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs werden jetzt in einer Ausstellung ausgestellt, die am 13. Januar um 13 Uhr in der Anna-Seghers-Bibliothek am Prerower Platz 2 ihre Eröffnung feiert. Im Zuge des Wettbewerb haben die teilnehmenden Kinder ein abgeschlossenes Gartenprojekt in ihrer Einrichtung neu gestaltet oder wieder hergerichtet, das man jetzt weiter nutzen kann. Zudem sollte dem Natur- und Artenschutz eine besondere Bedeutung zugemessen werden.
berlin.de

Volkssolidarität Lichtenberg sucht Verstärkung: Die ehrenamtlichen Mitglieder dieses Vereins unterstützen die Jungen und Mädchen der Schule am Breiten Luch. Insbesondere in der, im letzten Jahr geschaffenen Schulbibliothek, die sich zu einem multikulturellen Zentrum entwickelt hat, sind die Mitglieder Übersetzter, Vorleser und Kommunikator in einem. Denn die Schule am breiten Luch besuchen 130 Jungen und Mädchen aus 29 Nationen. Die Schule mit einem sonderpädagogischen Schwerpunkt fördert insbesondere die Sprachentwicklung der Kinder. Neben neuen Mitgliedern, die sich ehrenamtlich engagieren möchten sind auch Spenden für die Schulbibliothek und ein Whiteboard willkommen.
berliner-woche.de

Feinsinnige Stimmungsbilder: Am 13. Januar ab 18 Uhr beginnt die Vernissage der Ausstellung „Erkenntnis“ in der Galerie „Neue Kapelle – Cafeteria“ im Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge. Dort wird Künstlerin und Juristin Irina Stefan ihre künstlerischen Arbeiten in Acryl und in Glasfarben einführen. Den erzählerischen Bildern der Künstlerin sind die grazilen Frauenfiguren des Berliner Bildhauers Klaus Siegmund anbei gestellt. Wochentags zwischen 11 und 14:30 Uhr kann man sich die Werke kostenfrei anschauen.
berliner-woche.de

Vorlesung: Abini Zöllner in der Anton-Saefkow-Bibliothek am 11. Januar um 19 Uhr karlshorst-online.de
Reisefilm: 12. Januar um 15 Uhr im Margaretentreff karlshorst-online.de
Ausstellung: „Inhaftiert in Hohenschönhausen“ in der Gedenkstätte Hohenschönhausen berlinonline.de
Party: im Kosmonaut am 16. Januar ab 23:55 Uhr facebook.com
Tag der offenen Tür an der Hans-und-Hilde-Coppi-Oberschule am 16. Januar ab 9:30 Uhr karlshorst-online.de

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die Woche und wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf lichtenberg-journal.de erledigen. 

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